Touristische Information

über den Bolsenasee und Umgebung.

Zum Bolsenasee

Der Bolsenasee, 80 Km von Rom entfernt, liegt in unmittelbarer Nähe der Grenzen zur Toskana und zu Umbrien. Es handelt sich um einen Vulkan-See, der 330m über dem Meeresspiegel liegt.

Er hat einen Umfang von 43 Km und eine maximale Tiefe von 146 m. Der See hat zwei Inseln, Bisentina und Martana Seine Wasserqualität gilt als gut.

 

Zum Klima

Der Grund für die Qualität des Wassers liegt in einer Besonderheit des Klimas.
Es regnet selten und kurz, aber dafür um so heftiger Der Boden, der vulkanischen Ursprungs ist, speichert die Wassermassen und versorgt damit die Pflanzen über lange trockene Perioden. Man kann sich recht gut darauf verlassen, dass die Region nach dem Spätsommerregen so etwas wie einen zweiten Frühling erlebt, was bedeutet: Im Herbst blüht es wieder.

Bis einschließlich Dezember sind die Temperaturen in der Regel sehr mild.

Vai alla pagina meteo

Vai alla pagina meteo

 

Zum Wein

Montefiascone liegt an der so genannten "Frankenstraße", auf der im Mittelalter ständig deutsche Reisende in Richtung Rom unterwegs waren, darunter auch der Augsburger Prälat Johannes Fugger. Von ihm wird folgende Geschichte erzählt: Fugger liebte den Wein - den italienischen besonders - und er schickte seinen Diener voraus, um den jeweiligen Wein des Ortes zu testen und eine Empfehlung auszusprechen. Der Diener tat dies, indem er jedes Mal, wenn er Gutes angetroffen hatte, neben die Wirtshaustür ein großes, deutliches "EST" ("Hier ist es") an die Wand schrieb.

Damit ist unsere Geschichte schon fast zu Ende: Denn der Prälat Fugger hat sich vor Ort zu Tode getrunken. Der Diener hinterließ eine heute kaum noch lesbare Inschrift auf der Grabplatte in der Kirche San Flaviano: "EST! EST!! EST!!!, wegen zuviel davon ist mein Herr Johannes Fugger gestorben." Darauf bezieht sich der heutige Name des Weins von Montefiascone: EST! EST!! EST!!!.

 

Zu den heißen Quellen
 

10 Km südlich von Montefiascone liegen mitten in der Landschaft, für jedermann frei zugänglich, heiße Quellen. Das Wasser fließt in mehrere natürliche Becken mit unterschiedlichen Temperaturen.

Ein Bad im kniehohen Wasser wird von Italienern jeden Alters, die vor allem am Abend kommen, sehr geschätzt.

 

Zur Insel Martana
Sie sieht vom Wasser so romantisch aus, dass man dort mindestens ein Dornröschen - Schloss vermutet. Leider ist diese Insel so ganz und gar Privatbesitz, dass man sie nicht einmal im Rahmen eines organisierten Ausflugs betreten darf.

Wenn man sich der Steilseite mit dem Boot nähert, entdeckt man eine Platte mit einem Hinweis auf die Königin Amalasunta, die hier umgebracht worden sein soll.Sie war die einzige Tochter Theoderichs des Großen, war verheiratet mit dem Ostgotenkönig Teodahad und war gleichzeitig seine größte politische Gegnerin. Amalasunta wurde auf die Insel Martana verbannt und dort 535 im Auftrag ihres Ehemannes getötet.

 

Zur Tierwelt
Wandern und frühes Aufstehen kann sich lohnen. In der Umgebung des Bolsenasees sind folgende Tierarten zu Hause: Wildschwein, Dachs, Marder, Fuchs, Stachelschwein, Bussard, Roter Milan.

Um die Fische des Sees aufzuzählen, reicht der Platz hier leider nicht aus.

Der beliebteste Speisefisch ist der Coregone, einfach in Öl gebraten, mit Rosmarin.

 

 

Zum "Wunder von Bolsena":
Bolsena heißt der Ort, der dem See seinen Namen gab. In der Kirche - Santa Cristina - soll sich 1263 ein Wunder ereignet haben, ein Geschehen, das kirchengeschichtlich bedeutsame Folgen hatte:
Ein böhmischer Priester macht auf seiner Reise nach Rom in Bolsena Station und lass dort eine Messe. In jener Zeit bezweifelten viele Geistliche das Dogma, wonach sich die Hostie beim Abendmahl real in den Leib Christi und der Weine in dessen Blut verwandelt. Auch der böhmische Priester vermochte daran nicht zu glauben. Doch während er das Abendmahl zelebrierte, sah er, wie aus der geweihten Hostie Blut auf das Meßtuch floß. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich Papst Urban IV im nahegelegenen Orvieto auf. Der deklarierte das Geschehen als Wunder und legte schon ein Jahr später, das Fest "Corpus Domini" als verbindlich fest. Bei uns "Fronleichnam" genannt, zählt es bis heute zu den hohen kirchlichen Feiertagen. In Bolsena wird dieser Tag zum Anlaß genommen, die Gassen der Altstadt mit einenm kilometerlangen und außergewöhnlich kunstvollen Blumenteppich auszulegen. So gut wie alle Bewohner des Ortes sind daran beteiligt.